FAQs

Allgemeine Fragen zur Initiative Radlhauptstadt München

Warum möchte München Radlhauptstadt werden?

Die Landeshauptstadt München will Radlhauptstadt werden, um eine stadtverträgliche Mobilität und damit eine hohe Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten - heute, morgen und übermorgen.

Radlfahren ist gesund, klimafreundlich und die schnellste Möglichkeit, um sich in der Stadt fortzubewegen. Gerade hier in München, wo stetiges Wachstum, hohe Lebensqualität und begrenzter Raum aufeinander treffen, bietet das Fahrrad eine hervorragende Alternative zum privaten PKW und die ideale Ergänzung zum gut ausgebauten Öffentlichen Nahverkehrs-Netz.

Kein anderes Verkehrsmittel bündelt so viele Vorteile für die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner, wie das Fahrrad, denn:

  • Radeln ist gesund
  • Radeln ist CO2-neutral und verursacht keine Emissionen
  • Radeln verursacht kaum Lärm – der Geräuschpegel wird auf ein Minimum reduziert
  • Radeln ist günstig und damit sozialverträglich
  • Radeln spart Platz
  • Radeln bietet eine individuelle Mobilität rund um die Uhr

 

 

 

Wer steckt hinter der Initiative Radlhauptstadt München?

Die Radlhauptstadt München ist eine Initiative der Landeshauptstadt München zur Förderung des Radverkehrs in der Stadt. Durchgeführt wird sie seit dem Start im Jahr 2010 von einer Bietergemeinschaft bestehend aus der helios GmbH, Green City e. V. und Green City Projekt GmbH im Auftrag des Kreisverwaltungsreferats.

Welches Ziel verfolgt die Initiative Radlhauptstadt München?

Mit der Initiative Radlhauptstadt München will die Landeshauptstadt München das Radlfahren nicht nur attraktiver, sondern auch sicherer machen. Mit vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen – vom Radlflohmarkt über die Radlnacht bis hin zu den Radl-Sicherheitschecks – will das Kreisverwaltungsreferat mehr Münchnerinnen und Münchner für das Radl begeistern und gleichzeitig die Sicherheit im Verkehr erhöhen. Für ein rücksichtsvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmer in München!

Welche Erfolge kann die Initiative Radlhauptstadt München verzeichnen?
  • Bei knapp 300 Radl-Sicherheitschecks an wechselnden Orten in der Stadt wurden seit 2010 mehr als 30.000 Fahrräder kostenlos auf Verkehrstauglichkeit überprüft und verkehrssicher gemacht.
  • Inzwischen sind 60 Fahrradstraßen ausgewiesen, auf denen der Radverkehr Vorrang hat.
  • Zudem wurden bislang über die Hälfte der knapp 700 Einbahnstraßen im Stadtgebiet für Fahrräder auch in Gegenrichtung geöffnet.
  • Ingesamt sind etwa 70.000 Radlerinnen und Radler bei der jährlichen Münchner Radlnacht durch die sommerlichen Staßen gefahren.
  • 22.000 Radlerinnen und Radler haben Münchens Stadtautobahn bei zwei Ringparaden zum Radlhighway gemacht.
  • Es haben mittlerweile mehr als 80 Radltouren für Neubürger stattgefunden. Zirka 1.000 Neu-Münchnerinnen und Neu-Münchner haben so die Stadt per Rad erkundet.
  • Broschüren zum Radeln in München und Antworten auf Fragen zu unserem Angebot waren an Infostände auf großen Veranstaltungen Dritter im Stadtgebiet zu finden, unter anderen beim Aktionstag Dasein für München, Verkehrssicherheitstag auf dem Odeonsplatz, Münchner Sportfest am Königsplatz, Streetlife-Festival, Stadtgründungsfest und diversen Stadtteilfesten.
  • Schultournee – Check Dein Radl!: Insgesamt war die Schultournee seit 2011 an rund 120 Tagen im Einsatz und erreichte dabei etwa 6.750 Schülerinnen und Schüler und damit auch deren Lehrer und Eltern mittelbar mit praktischer Bildung zu Verkehrsicherheit und Technik rund ums Radl.
Was sind die bekanntesten Angebote?

Die Initiative Radlhauptstadt München hat in den vergangenen Jahren ein breites Angebot für alle Radlerinnen und Radler in München geschaffen:

  • Die Münchner Radlnacht findet einmal im Jahr statt und ist die größte Radltour durch München, bei der viele Tausend Radlerinnen und Radler die Landeshauptstadt auf autofreien Straßen „erobern“,
  • die Radl-Sicherheitschecks, bei denen Bürgerinnen und Bürger in den verschiedenen Stadtvierteln ihre Räder kostenfrei auf Verkehrssicherheit überprüfen lassen können
  • oder die Schultournee, bei der Schülerinnen und Schülern Verkehrsregeln und praktisches Wissen rund ums Radl auf spielerische Weise vermittelt werden.

Mehr Projekte finden Sie hier.

Zahlen und Fakten zum Radverkehr

Wie viele Radlstellplätze gibt es in München?

Rund 29.500 Radlstellplätze befinden sich an S- und U-Bahn-Stationen, Tram- und Bushaltestellen im Stadtgebiet. Weitere rund 4.800 städtische Radlstellplätze wurden in den letzen Jahren in ausgewählten Stadtteilzentren und vor öffentlichen Einrichtungen geschaffen. Das Angebot an Radlstellplätzen wird kontinuierlich weiter ausgebaut.

Wie viele Fahrradstraßen gibt es in München?

Derzeit gibt es in München 60 Fahrradstraßen. Mehr Informationen über die Regeln in Fahrradstraßen finden Sie hier

Wie hoch ist der Radverkehrsanteil in München?

Der Anteil des Radverkehrs an allen Wegen der Münchner Bevölkerung liegt bei rund 17 Prozent. Dies ergaben die Befragungen im Rahmen der Evaluation der Radlhauptstadt-Kampagne im Jahr 2011. Im Vergleich zum Wert aus der Verkehrserhebung MiDMUC des Jahres 2002 (10%) entspricht dies einer Steigerung des Radverkehrsanteils am Modal Split um etwa 70 Prozent.  Es ist damit zu rechnen, dass sich der Modal-Split-Anteil des Radverkehrs in den vergangenen Jahren weiter erhöhen hat. Die Ergebnisse der nächsten Verkehrserhebung „Mobilität in Deutschland“ sind im Laufe des Jahres 2018 zu erwarten.

Wie viel Geld gibt München für den Radverkehr aus?

Die städtische Nahmobilitätspauschale, aus der neben Projekten zur Förderung des Fußverkehrs vor allem Maßnahmen der Radverkehrsförderung finanziert werden, liegt seit dem Jahr 2015 bei 10 Mio. Euro pro Jahr.

Dies stellt allerdings nur einen Teilbetrag der insgesamt für den Radverkehr eingesetzten Mittel dar. So wird zum Beispiel bei allen Infrastrukturprojekten immer geprüft, ob auch Verbesserungen für den Radverkehr erfolgen können. Diese werden dann als integrierter Maßnahmenbestandteil mit dem jeweiligen Projekt verwirklicht. Eine konkrete Zuordnung der dabei auf die Radverkehrsinfrastruktur entfallenen Teilbeiträge ist nicht möglich.

Kritik und Anregungen

In anderen deutschen Städten funktioniert Radlfahren doch viel besser. Warum nennt München sich dann Radlhauptstadt?

Der Begriff Radlhauptstadt München steht für ein ambitioniertes Ziel: München will Radlhauptstadt werden! Gerade weil uns bewusst ist, dass es in München in Sachen Radverkehr noch Verbesserungsbedarf gibt, will die Initiative zu einem fahrradfreundlichen Verkehrsklima beitragen. Denn zu einer echten Radlhauptstadt gehört nicht nur ein gut ausgebautes Radverkehrsnetz, sondern auch das Bewusstsein aller Bürgerinnen und Bürger, dass das Fahrrad ein gleichberechtigtes Verkehrsmittel und nicht nur ein attraktives Sportgerät für den Wochenendausflug ist. Fahrradfahrer haben ebenso wie Autofahrer und Fußgänger Rechte und Pflichten.

Mit der Initiative Radlhauptstadt wollen wir für das Radeln in München und ein rücksichtsvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer werben – egal, ob Sie zu Fuß mit dem Fahrrad oder mit dem PKW unterwegs sind.

Zudem hängt die Qualität des Radelns in einer Stadt auch stark mit dem Radverkehrsaufkommen zusammen. Sprich: Je mehr Menschen aufs Fahrrad steigen, umso schneller erreichen wir unsere Ziele und umso sicherer wird das Fahrradfahren in München.

An wen muss ich mich wenden, wenn ich ein Problem habe mit Radfahrverbindungen, Fahrrad-Wegweisung oder Fahrrad-Abstellplätzen?

Eine aktuelle Übersicht aller zuständigen Ansprechpartner finden Sie unter: Kontakte.

An wen muss ich mich wenden, wenn ich ein Problem habe mit dem Winterdienst, der Radweg-/ Straßenreinigung oder der Schrottradentfernung?

Eine aktuelle Übersicht aller zuständigen Ansprechpartner finden Sie unter: Kontakte.

An wen muss ich mich wenden, wenn ich ein Problem habe mit Fahrradstraßen, Öffnung von Einbahnstraßen, Lichtsignal-Anlagen,Verkehrssicherheit, Überprüfung Radwegbenutzungspflicht, Einrichtung von Radfahrstreifen oder Schutzstreifen?

Eine aktuelle Übersicht aller zuständigen Ansprechpartner finden Sie unter: Kontakte.

Wo kann ich Verbesserungen für den Radroutenplaner melden?

Der Radroutenplaner ist ein Kooperationsprojekt des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) und dem Referat für Gesundheit und Umwelt. Verbesserungsvorschläge senden Sie gerne direkt an: radroutenplaner(at)mvv-muenchen.de

Termine und Veranstaltungen

Wann findet die nächste Veranstaltung der Radlhauptstadt statt?

Eine Übersicht über alle feststehenden Veranstaltungen und Termine der Initiative Radlhauptstadt München finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Sind die Veranstaltungen der Radlhauptstadt kostenfrei?

Ja, alle Veranstaltungen der Initiative Radlhauptstadt sind kostenfrei.

Wann und wo findet der nächste Radl-Sicherheitscheck statt?

Eine Übersicht über Termine und Orte aller Radl-Sicherheitschecks finden Sie im Veranstaltungskalender der Initiative Radlhauptstadt München. 

Wann findet die nächste Fundradversteigerung statt?

Die nächste Fundradversteigerung findet beim Radlflohmarkt statt. Weitere Termine erfragen Sie bitte direkt beim Fundbüro der Landeshauptstadt München.

Broschüren und Produkte

Welche Broschüren gibt es und wo bekomme ich sie?

Die Broschüren der Initiative Radlhauptstadt München finden Sie in der Stadtinformation am Marienplatz, in der Geschäftsstelle des ADFC München e. V. (Platenstr. 4), bei allen Infoständen und Veranstaltungen der Initiative Radlhauptstadt München und online zum Download.

Wann erscheint der neue Münchner Radlstadtplan?

Den aktuellen Radlstadtplan erhalten Sie unter anderem am Infoschalter im Kreisverwaltungsreferat (Ruppertstr. 19), im Referat für Gesundheit und Umwelt (Bayerstr.), in der Stadtinformation am Marienplatz und selbstverständlich am Infostand bei allen Veranstaltungen der Initiative Radlhauptstadt München. Die aktuelle Auflage des Münchner Radlstadtplans ist im Frühjahr 2017 erschienen und wurde bislang alle zwei Jahre aktualisiert.

Wo kann ich T-Shirts, Pullover und Taschen mit Radlhauptstadt-Motiv kaufen?

Schicken Sie uns eine E-Mail an redaktion(at)radlhauptstadt.de mit dem gewünschten Produkt, Größenangabe und Ihren Kontaktdaten. Wir informieren Sie schnellstmöglich über Verfügbarkeit, Zahlungsbedingungen und darüber, bis wann der gewünschte Artikel erhältlich wäre.

Rund um das Thema Bike-Sharing Angebote in München

Welche Bike-Sharing Anbieter gibt es derzeit im Münchner Stadtgebiet?
  • Es gibt im Moment in München vier Anbieter mit insgesamt ca. 10.000 Leihrädern: Call a Bike, Donkey Republic, MVG Rad, oBike. Sie finden eine Überblick des Angebots hier.
  • Als Vergleichswert: Es existieren rund 1,5 Mio. Privatfahrräder in München.
  • Die Firma oBike hat seit August 2017 allein 7.000 Leihfahrräder in München aufgestellt.
  • Insgesamt ist deutschlandweit ein großer Anstieg der Leihrad-Angebote zu verzeichnen: Bis 2015 gab es in ganz Deutschland zusammen ca. 12.000 Leihräder.
Was sind die Vorteile von Bike-Sharing?
  • Bike-Sharing bietet ein erweitertes Mobilitätsangebot und Alternativen zum eigenen Fahrrad oder Auto.
  • Es ist besonders attraktiv für kurze Strecken und in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Neue Leihräder ergänzen bestehende Systeme zum Beispiel in Stadtrandbezirken und durch verschiedene Preismodelle und Ausstattungsmerkmale der Räder.
  • Nutzen statt Besitzen bietet einige Vorteile: keine Wartungskosten, erhöhte Flexibilität und zum Beispiel mehr Platz in der Garage.

 

 

Wie ist die Zusammenarbeit der Stadt München mit der Firma oBike?
  • Beschwerden und Problemlagen werden an die Firma oBike weitergegeben.
  • Kontakt der Service-Hotline von oBike service.ger(at)obikeinc.com oder service(at)o.bike , Tel.: (089) 7080 994 2095 (8-20 Uhr täglich; Festnetztarif)
  • Es gibt Abstimmungsgespräche und Kontakt zu oBike Deutschland.
Wie ist das Thema Abstellen von Leihrädern im öffentlichen Raum rechtlich geregelt?
  • Bis auf MVG-Rad operieren alle Anbieter von Leihradsystemen in München als sogenannte Free-Floater. Dies bedeutet es werden keine festen Stationen gebaut, sondern die Räder werden frei im öffentlichen Raum abgestellt.
  • In rechtlicher Hinsicht handelt es sich beim Abstellen von Mietfahrrädern nicht um eine genehmigungspflichtige Sondernutzung, sondern das Aufstellen derartiger Fahrräder unterfällt dem zweckgemäßen Gemeingebrauch.
  • Die Nutzung des öffentlichen Verkehrsgrundes durch derart abgestellte Mietfahrräder widerspricht nicht der Straßenverkehrsordnung. 
  • Es bedarf keiner Genehmigung durch städtische Stellen, wenn ein Unternehmen sein Mietradangebot in München starten will.
  • Verkehrsbehinderungen oder gar Gefährdungen müssen jedoch ausgeschlossen sein.
  • Die Landeshauptstadt ist in engem Kontakt mit anderen Kommunen und Institutionen, um verbindliche Vorgaben für ein geregeltes Abstellen von Mietfahrrädern festlegen zu können. Als Kommune ist es derzeit nicht möglich, eigene Regelungen zu erlassen. Es müssten gesetzliche Rahmenbedingungen auf Länder- oder Bundesebene angepasst werden.

 

 

Welche Maßnahmen werden genutzt um der Herausforderung des erhöhten Parkaufkommens durch Leihräder in der Stadt entgegenzuwirken?
  • Durch die Firma oBike wurden sogenannte „No-Parking Zonen“ eingeführt: Möchte der Nutzer seine Fahrt in einer „No-Parking Zone“ beenden, wird er in einer Übergangsphase beim Abschließen auf das Verbot hingewiesen. Außerdem wird die Fahrt im Bereich „Meine Fahrten“ rot gekennzeichnet.
  • In der nächsten Phase werden den Nutzern beim Parken in Verbotszonen automatisch Kreditpunkte abgezogen und sie werden nach wiederholten Verstößen von der Nutzung von oBike ausgeschlossen.
  • Des Weiteren führt oBike „Bevorzugte Parking Zonen“ ein: Der Nutzer wird auf bevorzugte blaue Zonen zum Parken hingewiesen. Wird das oBike in dieser Zone geparkt, erhalten die Nutzer in der nächsten Phase Kreditgutschriften.

 

 

Rund um das eigene Radl

Wo finde ich eine Fahrradwerkstatt?

Auf dieser Website listen wir eine große Auswahl an Fahrradwerkstätten und -händlern in ganz München. Alternativ finden Sie diese Übersicht auch in unserer Broschüre Münchner Radlszene.

Wie viel Luft muss in einen Fahrradreifen?

Grundsätzlich gilt: Je höher der Luftdruck ist, umso leichter fährt sich das Rad und umso schwerer hat es ein Fremdkörper, die Schutzhülle zu durchbohren. Gleichzeitig nehmen bei höherem Luftdruck auch die Dämpfungseigenschaften ab, da der Mantel unter höherem Druck härter ist.

Der minimale und der maximale Luftdruck, den ein Fahrradmantel verträgt, wird an den Seitenflächen des Fahrradmantels in der Regel in PSI/Bar angegeben.

Für das typische Radfahren in der Stadt mit einem City-Rad empfehlen die Radlsicherheits-Checker zwischen 3,5 und 4,5 Bar.

Je älter aber der Schlauch und der Mantel sind, umso geringer sollte der Luftdruck sein. Sonst besteht die Gefahr des Reißens oder Platzens von Schlauch und Mantel. Als Untergrenze für alte Mäntel wird daher ein Reifendruck von 2,5 Bar empfohlen.

Was gehört zu einem verkehrssicheren Fahrrad dazu?

Eine gute Übersicht und ausführliche Informationen zum verkehrssicheren Fahrrad finden Sie in unseren Radlinfos