Signalisierung im Radverkehr

Grundlegende Kriterien bei der Planung und Signalisierung von Straßen und Knotenpunkten sind die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die sogenannte Leichtigkeit des Verkehrs und die Leistungsfähigkeit der Knoten bzw. Strecken, entsprechend ihrer Netzfunktion.

Die Regelung des Verkehrs durch Lichtzeichen ist im § 37 der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt. Für den Radverkehr gilt grundsätzlich: Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten.

Davon abweichend sind auf Radverkehrsführungen, also Radwegen, Radfahrstreifen oder Schutzstreifen, die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr zu beachten. Ist hierbei das Lichtzeichen sowohl mit einem Fußgänger- als auch mit einem Fahrradsymbol ausgestattet, gilt die gemeinsame Signalisierung mit dem Fußgängerverkehr.

Zudem hat der Stadtrat ein Paket mit Pilotprojekten zu Verbesserungen für den Radverkehr beschlossen: Dazu wurde im Frühjahr 2017 auf der Schellingstraße probeweise eine „Grüne Welle“ für Radlerinnen und Radler eingerichtet. Die belebte Straße im Univiertel mit Linienbus-, Auto- und Fahrradverkehr ist ein anspruchsvolles Umfeld für einen Test unter realistischen Bedingungen. Auch einen Testlauf für einen grünen Rechtsabbiegepfeil für den Radverkehr plant das KVR durchzuführen. Das noch neu zu entwickelnde Verkehrszeichen, ein erster Entwurf zeigt einen Radfahrer und einen grünen Pfeil, erlaubt dann ausschließlich Radlerinnen und Radlern das vorsichtige Rechtsabbiegen, wenn das Lichtzeichen auf Rot steht.

Für die Testphase wird eine Ausnahmegenehmigung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bauen und Verkehr benötigt. Sollte der Pilotversuch erfolgreich sein, kann die Stadt zusammen mit dem Deutschen Städtetag auf eine bundesweit gültige Änderung der StVO hinarbeiten.

Verkehrsmanagement, Verkehrssteuerung - Kreisverwaltungsreferat
Tel.
verkehrssteuerung.kvr(at)muenchen.de