Fahrradstraßen in München

In München gibt es insgesamt 60 Fahrradstraßen. Damit ist München weiterhin die Stadt mit den meisten Fahrradstraßen in Deutschland. Auch bei der Gesamtlänge von 27 Fahrradstraßen-Kilometern liegt München bundesweit vorn.

In einer Fahrradstraße dürfen grundsätzlich nur Radlerinnen und Radler fahren. Sie genießen in diesen Straßen Vorrang, sie dürfen nebeneinander fahren und bestimmen damit die Geschwindigkeit.

Kraftfahrzeuge, wie beispielsweise Autos, Lastwagen, Mofas, Motorroller oder Motorräder, dürfen immer nur dann fahren, wenn dies durch das entsprechende Zusatzschild „Kraftfahrzeuge frei“ erlaubt ist. In Münchens Fahrradstraßen ist dies bis auf den Professur-Huber-Platz immer der Fall. In Fahrradstraßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Die Fahrgeschwindigkeit von Kraftfahrzeugen muss aber der Fahrgeschwindigkeit der Radlerinnen und Radler angepasst werden.

Kriterien für Fahrradstraßen

Die Einrichtung der Fahrradstraßen erfolgt in enger Abstimmung mit den Bezirksausschüssen. Aus diesen gelangen Vorschläge an eine referatsübergreifende Arbeitsgruppe. Hierin werden die Anträge von Vertretern aus dem Baureferat, dem Planungsreferat und Kreisverwaltungsreferat behandelt.

Die bei der Entscheidung eine Rolle spielenden Kriterien finden sich in diesem PDF-Dokument.

Weiterführende Informationen zu Fahrradstraßen in München

Eine Übersicht aller derzeit ausgewiesenen Fahrradstraßen als PDF findet sich in der Liste der Fahrradstraßen hier (Stand Mai 2018).

Weitere Informationen zum Thema bietet unsere Broschüre Fahrradstraßen in München.

Ansprechpartner für Fahrradstraßen
Patrick Lindner - Kreisverwaltungsreferat
Tel. (089) 233-39980
patrick.lindner(at)muenchen.de

Evaluierung der Münchner Fahrradstraßen

Münchens Fahrradstraßen wurden hinsichtlich Akzeptanz und Verkehrssicherheit durch einen externen Gutachter (PGV-Alrutz GbR) umfassend untersucht. Die Anfang 2017 dem Stadtrat vorgestellten Ergebnisse zeigen unter anderem, dass wesentliche Nutzer-Erwartungen (Erhöhung der gegenseitigen Akzeptanz der Verkehrsarten, Sicherheit und Konfliktfreiheit, Beschleunigung des Radverkehrs und Bekanntheitsgrad der Regelung) erreicht wurden (vgl. Radlnews vom 24. 1. 2017).

Das Radverkehrsaufkommen stieg deutlich, das Kfz-Aufkommen sank oder stagnierte. Die Verkehrssicherheit für den Radverkehr ist in Erschließungsstraßen weit besser als entlang von Hauptverkehrsstraßen, und konnte auf Fahrradstraßen noch ausgeprägter nachgewiesen werden.

Die detaillierten Untersuchungsergebnisse sowie daraus abgeleitete Empfehlungen für die weitere Umsetzung können im Evaluationsbericht nachgelesen werden, den Sie hier als Kurzversion und Komplettversion herunterladen können.