Fahrradparken

Um die Nutzung des Fahrrads im Alltagsverkehr zu erleichtern, müssen beim Neubau von Wohnungen, Arbeitsplätzen und Einrichtungen mit Besucherverkehr eine ausreichende Zahl an gut zugänglichen und komfortablen Radstellplätzen hergestellt werden. Damit dies sichergestellt werden kann, hat die Stadt München mit der Fahrradabstellplatzsatzung (FabS) eine einheitliche Grundlage für Anzahl und Qualität der Abstellanlagen erarbeitet, die seit dem 01.01.2013 für alle Neubauvorhaben gilt.

Da die Fahrradabstellplatzsatzung nicht für bereits bestehende Gebäude gültig ist und daher dort oft keine oder zu wenige Radlstellplätze zur Verfügung stehen, bieten wir mit der Broschüre „Platz fürs Rad“ Informationen für die Um- oder Nachrüstung von Fahrradabstellanlagen auf Privatgrund an.

Derzeit sind zirka 28.000 Fahrradstellplätze an S- und U-Bahnstationen im Stadtgebiet vorhanden. Um die Nutzung des Fahrrads für den Weg zur Haltestelle noch attraktiver zu machen, wird das Angebot laufend erweitert. An hoch frequentierten Haltestellen (zum Beispiel Pasing, Kieferngarten, Berg am Laim und Olympia-Einkaufszentrum) werden doppelstöckige Fahrradparkhäuser gebaut oder nachgerüstet. Zukünftig wird auch die Ausstattung der großen B+R-Anlagen mit Wetterschutz verstärkt in Angriff genommen.

Um den Bedarf an Fahrradstellplätzen im öffentlichen Raum auch abseits von S- und U-Bahnstationen abzuschätzen, wurde gemeinsam vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung und dem Baureferat ein Fahrradstellplatzkonzept erarbeitet. Bis heute konnten hierüber sowie über Einzelanträge und Projektplanungen weitere ca. 4000 Radständer im öffentlichen Raum geschaffen werden.

Mehr freie Stellplätze für Fahrräder

Das Baureferat hat die städtischen Tochtergesellschaft P+R Park & Ride GmbH München beauftragt, aufgegebene Fahrräder an öffentlichen Fahrrad-Abstellanlagen zu entfernen. Dies geschieht regelmäßig im Herbst, an besonderen Brennpunkten halbjährlich. Dabei werden Banderolen an Rädern befestigt, die offensichtlich lange Zeit nicht mehr genutzt wurden und wie Schrotträder die Abstellplätze auf öffentlichen Verkehrsflächen blockieren. Hinweistafeln vor Ort erklären das Vorgehen und nennen die Kontaktdaten der P+R Gesellschaft. Nach vierwöchiger Frist werden die Räder mit unversehrter Banderole entfernt. Alle entfernten Fahrräder werden genau dokumentiert und diese Liste wird der Polizei übermittelt. Die Räder werden anschließend noch sechs Monate aufbewahrt. Sofern sie in dieser Zeit nicht abgeholt wurden, werden sie nach Ablauf der Einlagerungsfrist verwertet und dabei nach Möglichkeit vorrangig gemeinnützigen Organisationen beziehungsweise für soziale Projekte zur Verfügung gestellt. Somit wird wertvoller Platz in den öffentlichen Fahrradständern wieder frei.

Um den Bürgerinnen und Bürgern den bestmöglichen Service zu bieten, wurde die Webseite www.radlramadama.de eingerichtet. Sie enthält bebilderte Beispiele, welche Fahrräder entsorgt werden und ein Kontaktformular, mit dem ein vermisstes Fahrrad gemeldet werden kann.

Ansprechpartnerin
Silke Buchberger - Abteilung Verkehrsplanung, Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Tel. (089) 233-24744
silke.buchberger(at)muenchen.de

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