Verkehrssicheres Radeln

Damit Radlfahrerinnen und -fahrer sicher im Straßenverkehr unterwegs sind, hat der Gesetzgeber eine Reihe von Vorgaben gemacht, die ein verkehrssicheres Fahrrad erfüllen muss. Vorgeschrieben sind laut aktueller Bestimmungen der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO):

  • zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen (zum Beispiel Handbremse vorne und Rücktrittbremse hinten),
  • ein weißer Scheinwerfer vorne (empfohlen mit Standlichtfunktion),
  • ein weißer Reflektor vorne (darf in Scheinwerfer integriert sein),
  • ein rotes Rücklicht mit integriertem Reflektor (empfohlen mit Standlichtfunktion),
  • ein roter Großflächen-Reflektor hinten mit der Kennzeichnung „Z“ (darf in Rücklicht integriert sein)
  • je Laufrad zwei gelbe Speichenreflektoren („Katzenaugen“) bzw. reflektierende weiße Speichenclips und/oder ringförmige reflektierende weiße Streifen an den Reifenflanken oder den Felgen sowie
  • rutschfeste und festverschraubte Pedale, die mit je zwei gelben Pedalreflektoren ausgestattet sind.

Zugelassene Leuchten und Reflektoren sind am Prüfzeichen bestehend aus einer Wellenlienie, gefolgt von dem Buchstaben „K“ und einer Prüfnummer zu erkennen.

Ohne diese Ausstattung darf ein Rad im Straßenverkehr nicht genutzt werden.

Zur Verkehrssicherheit zählt neben der korrekten Beleuchtung ebenso die Betriebssicherheit.

Infos zu besonderen Fahrrädern und Anhängern

Bei mehrspurigen Rädern und bei Rädern mit einem Aufbau, der die Sichtbarkeit von Handzeichen des Fahrers behindert (zum Beispiel Fahrradrikschas), sind von nun an blinkende Fahrtrichtungsanzeiger erlaubt. Weitere Scheinwerfer und Rückstrahler sind ab einer Breite von mehr als einem Meter zu montieren.

Ausführliche Vorschriften für Anhänger finden sich im neuen § 67a. Demnach muss ab einer Breite von mehr als 60 Zentimeter oder bei einem verdeckten Rücklicht des Zugfahrrads ein rotes Rücklicht auf der linken Seite des Anhängers vorhanden sein. Außerdem sind weiße und rote Reflektoren sowie vorne eine weiße Leuchte (bei mehr als einem Meter Breite) erforderlich, ab 1,80 Meter gelten strengere Vorschriften. Fahrtrichtungsanzeiger an Anhängern sind zulässig. Für die eigene Sicherheit empfehlen wir Anhänger, die vor dem 1. Januar 2018 in den Verkehr gebracht wurden, nachzurüsten.

„Acht in der Nacht“: Dieser Reim ist eine gute Erinnerungsstütze zum Thema Fahrradbeleuchtung. Denn an genau so vielen Stellen sollte Ihr Radl laut Straßenverkehrsordnung und zu Ihrer eigenen Sicherheit bei Dunkelheit leuchten.

Sichtbarkeit – haben Sie sie entdeckt?

Seit August 2013 sind an Fahrrädern Batterie- und Akkuleuchten zugelassen, die laut § 67 Abs. 3 StVZO nicht blinken dürfen. Im Gegensatz zu diesen ist es bei einer Dynamobeleuchtung erforderlich, dass sie auch tagsüber am Fahrrad vorhanden und funktionstüchtig ist. Außerdem sind Tagfahr-, Brems- und Fernlicht nun offiziell gestattet. Ergänzend zum § 67 finden Sie Ratschläge des ADFC, wie Sie Ihre Beleuchtung gesetzeskonform anbringen können unter diesem Link.

Da die Beleuchtungsanlage besonders störanfällig ist, sind Speichenrückstrahler sowie der vordere und hintere Rückstrahler sehr wichtig. Sie garantieren auch bei ausgefallener Beleuchtung oder Radstillstand ein Minimum an Sichtbarkeit. Gerade bei Kindern ist auch ein bunter Wimpel empfehlenswert, da sie aufgrund ihrer geringen Größe oft erst sehr spät zu sehen sind.